Du magst Deine Frau in den Armen fremder Männer?

Sabrine oder meine Ödipuskomplex treibt mich in den Puff!

Erlebt und geschrieben von Karlissimo:

Nun bezüglich des kleinen Sizilianers in mir, den ich noch im Alter von 2 Jahren rauslassen konnte stellte ich mir folgende Frage:

Welche mörderischen Triebe schienen da in mir zu stecken?

Daran müsste man doch im positivem Sinne ansetzen können! Oder – Ja, man kann sich doch bestimmt so sehr in Rage bringen, dass man die ganze Welt bewegen kann – zumindest ein kleines, ein klitzekleines ein klitoriskleines Stückchen – Oder?
Nun in irgendeiner dieser Nächte umtrieb es mich mal wieder. Umtrieb mich der Gedanke, was geschieht da wohl in München mit meiner so unschuldigen kleinen King-Biene und dem künstlerisch begabten Sizilianer.
Ich ging in die Disco in die Nähe des Hauptbahnhofs meiner Stadt (das Time das zwischen diversen Sexläden und in der Nähe des Puffs lag – nein, auch in dieser Nacht verschwendete ich keinen Gedanken an diesen Ort), in der ich gerade ein bis zwei Monate lebte und tanzte mir den Schweiß und die Seele aus dem Körper, den Verstand aus dem Hirn!

Nun in irgendeiner weiteren dieser Nächte umtrieb es mich mal wieder. Umtrieb mich der Gedanke, was geschieht da wohl in München mit meiner so gar nicht unschuldigen kleinen Biene und dem tänzelnden Sizilianer. Nun, an diese meine Gedanken schien ich kaum was ändern zu können. An dem was in München gerade geschah wohl auch kaum. Oder ? – Man kann sich doch bestimmt so sehr in Rage bringen, dass man die ganze Welt bewegen kann – zumindest ein kleines, ein klitzekleines ein klitoriskleines Stückchen – Oder?
Nun ich klebte „das Ding“ mit irgendeinem Kleber zog es mir über meinen Schwanz.
Ich verließ meine Wohnung, lief immer wieder im Kreis, kaufte mir als Nichtraucher an einem Kiosk eine Schachtel HB, inhalierte ganz ordentlich einige Male und versuchte in die Luft zugehen! Ganz im Gegenteil zu der bekannten Werbung! Und trank dazu ein bis zwei Bier (zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht auf dem Weintripp).
Nicht ganz unkreativ hatte ich schon früher den Spruch: „Warum denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zur HB!“ umgewandelt in:
„Warum denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zum BH!“
Nun wurden die Kreise die ich durch die Straßen Dortmunds zog immer kleiner, wurden die Kreise um den unheiligen, dunklen Ort immer kleiner!
Damals war ich zwar wieder vom christlichen Glauben heimgeholt worden, aber es nagte noch ein anderer Glauben an meinen Nerven, den von dem bekannten Nervenarzt in die Welt gesetzten Glauben an den „Ödipus-Komplex“!
Genau das war’s! Meine Mutter musste an allem Schuld sein!
Außerdem hatte die heilige, die katholische Sabrine mal davon gesprochen, ob als Therapie für meine Unlust vielleicht ein Bordellbesuch in Frage käme! Nun wenn sie es schon sagte! Ich war 22 und hatte noch nie vorher so einen Ort besucht, und das obwohl der Vater meines besten Schulfreundes auf der Vulkanstraße in Duisburg seine Fahrschule betrieb und obwohl ich nicht katholisch erzogen war, an diese Therapie-Form noch nie gedacht! Aber, warum nicht mal versuchen? Ich dachte an den Griff zur HB zündete mir gaaaanz cool noch eine Ziiigaaareette an, und dachte nun an den Griff zum BH!
Wenn die beiden in München Spaß haben können und dieser Umstand mir höllische Qualen bereitete, warum sollte ich es nicht mal versuchen, meiner Lust einen therapeutischen Schubs zu geben?
Die Kreise wurden immer kleiner!
Aber vorher noch der Versuch meinen Verstand wieder einzuschalten fragte ich mich: Welche suche ich mir aus, welcher Frauentyp sollte es sein? Welcher Typ Frau, welcher Typ Hure macht mich an meisten an? Oder sollte ich das Schicksal entscheiden lassen? Was ist, wenn der Kleine da unten nicht will, wie er es schon so oft mit halbherziger Unlust mit Sabrine getrieben hatte?
Egal – ich zündete mir noch einen Glimmstengel an, inhalierte den ein oder anderen Zug, aber nur so weit, bis ich zu schweben begann, und bog in die berüchtigte Straße, in die Linienstraße ein. War es berechnetes Chaos oder mein Unterbewusstsein, ich suchte mir eine Frau im Alter meiner Mutter aus, sprach mit ihr einige wenige Worte am Fenster, ging ins Haus hinein und versuchte meinen Ödipus-Komplex hinaus zu vögeln. Jahre später habe ich bei einem Nebenjob genau in diesem Haus die Wäsche für einen Waschbetrieb (Edelweiß) abholen müssen dürfen!“

Nun ich war im Puff, mit dieser älteren Frau, die meine Mutter hätte sein können, hoffte den Ödipuskomplex loszuwerden, hatte allerdings trotz Erektion und Orgasmus nicht die helle Freud(e) daran. Lieder von Liedermachern wie André Heller (in denen er bspw. die Beziehung zu Erika Pluhar beschreibt) Ludwig Hirsch (Zartbitter), Georg Danzer (Wichser) und Klaus Hoffmann (bspw. „Salambo“ Die Platte „Bella Ciao“, in der er seine, meinem Schicksal ähnlichen Beziehung, zu seiner Mutter beschrieb, kam erst 1983 raus, hätte aber von mir in diesem Augenblick geschrieben sein können) summten in meinem Kopf.
Danach ist man immer schlauer dachte ich, als mein Gehirn sich langsam befreit von einem schwirrenden Gefühltaumel wieder zu Wort meldete. Damals bereute ich in diesem Augenblick meines Orgasmus‘ diese Form der „Therapie“ – zumindest ein wenig. Auf alle Fälle gingen mir viele kontroverse Gedanken durch meinen Kopf, die Gefühle in meinem ganzen Körper wurden schal und der Bauch bekam so ein leeres Gefühl.
Während des ganzen Vorgangs meiner „Therapie“ musste ich in diesem schwirrenden Gefühltaumel an Sabrine und Clausio denken. Die Worte schwirrten hin und her, verfestigten sich für einen kurzen Augenblick zu Anagrammen, dann wieder zu sinnlosen Aneinanderreihungen von Buchstaben, um sich schließlich wie folgt zu finden:
„Klaus Hoffmann! An Klaus Hoffte ich mann nicht zu denken! Ich hoffte mal nicht daran zu denken, dass Klaus was, dass Clausio es mit Sabrine zu diesem Zeitpunkt trieb – diese alte viel zu junge tänzelnde schwule Filtertüte! Du Clausio Melissentee! Du Melissa! Du Klaus! Du…“
„Vendetta“ schrie ich laut im Augenblick meines Orgasmus‘ hinaus!!! (da war er endlich wieder, der kleine Sizilianer in mir! 20 ganze Jahre hatte er sich versteckt – Warum kam er denn scheiße noch mal nicht beim Ficken heraus?“
Bringt ihn um!!!
Meuchelt ihn!!!
Martert ihn!!!
Teert ihn!!!! Federt ihn!!!
Ich weiß wer Du bist!!!
Ich weiß wo Du wohnst!!!
Ich mach Dich fertig!!!
….
….
….
…..eh Spul…..eh Filmriss….
Eh Filmriss Eh Spul!
…..eh Spul…..eh Filmriss….
Einige Jahre später stand unangemeldet, völlig überraschend ein kleiner Mann an unserer Wohnungstür.
Ich machte die Türe auf, sah einen kleinen sympathischen Mann vor mir, den ich nicht kannte, ein kleines sympathisches Teigwarenmännchen, ein kleines sympathisches Teigmännchen! Einen kleinen sympathischen Nudelmann! Einen kleinen Italiener? Einen kleinen Sizilianer? Clausio? Melissentee? Melissentüte?

Dass diesem kleinen grazilen Mann jemand Gewalt antat hätte mir genauso Schmerzen wie ihm bereitet!
Ich hätte ihm niemals etwas tun können!
Und verliebte mich in ihn!

Fast 30 Jahre später rief ich ihn an und löste die beschissene Geschichte mit der Vendetta auf! Selbstverständlich wusste ich wo er wohnte! Fand seine Telefonnummer heraus, obwohl er mehrfach umgezogen war! Allein nur um ihm diese Botschaft mitzuteilen!

Ödipale therapeutische Grüße
Karlissimo

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